Fressnapf München und Ingolstadt

Skalare im Gesellschaftsbecken

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Einst waren sie die Könige der Aquarienfische, doch mit der Einfuhr der Diskusfische rutschten die imposanten Skalare auf Rang zwei. Nichtsdestotrotz sind sie deutlich häufiger in den hiesigen Wohnzimmern anzutreffen. Sie fallen dort aufgrund ihrer Größe und der außergewöhnlichen Körperform auf. Welcher Fisch ist schon höher als lang: Es gibt Skalare, die ohne weiteres eine Höhe von 30 cm erreichen können. Dementsprechend sollten die Aquarien nicht zu klein sein, vor allem was die Höhe betrifft: 50 cm sind hier absolutes Mindestmaß. Auch bei der Anzahl der Skalare (auch Segelflosser genannt) ist Vorsicht geboten. Zu viele Tiere werden sich ohne genügend Rückzugsgebiete erbarmungslos attackieren. Versuchen Sie in diesem Fall, durch geschickte Bepflanzung verschiedene Reviere zu bilden. Gelingt dies nicht, muss ein Fisch raus. Da außerhalb der Laichzeit die Geschlechter kaum zu unterscheiden sind, stellt sich bei den meisten Besitzern erst nach einiger Zeit heraus, was es ist – dann nämlich, wenn sich ein Paar gefunden hat. Der Job des Männchens ist die Befruchtung der abgelegten Eier. Und spätestens ab diesem Moment wird jeder Eindringling vehement bekämpft. Nicht nur jetzt kann es passieren, dass Skalare sich an kleineren Fischen vergreifen. Es ist immer gewagt, kleine Fische (z.B. Neons) mit den großen Skalaren zusammenzusetzen. Im Gesellschaftsaquarium ist die Zucht oft zum Scheitern verurteilt, auch wenn sich die Eltern viel Mühe geben. Ständig müssen sie ihren Nachwuchs gegenüber neugierigen Fischen verteidigen. Irgendwann kann es passieren, dass sie dem Stress nicht mehr gewachsen sind und gemeinsam mit anderen Fischen die eigene Brut vertilgen. Es kommt aber auch vor, dass sie nachts nicht in der Lage sind, den Nachwuchs ausreichend zu verteidigen. Hier kann eine leichte Beleuchtung Abhilfe schaffen. Und eine weitere Gefahr besteht darin, dass sie in den Filter gezogen werden. Hier kann ein Gazenetz helfen oder ein eigenes kleines Aufzuchtbecken. Gelingt die Aufzucht schließlich, ist es eine wahre Freude, den quirligen Fischschwarm, flankiert von den stolzen Eltern, zu beobachten. 

 
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