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Sanfte Hilfe beim Schock

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Ein Schock ist nicht nur ein kleiner Schrecken. Vielmehr handelt es sich um eine lebensbedrohliche Kreislaufbeeinträchtigung, die bei vielen Notfällen auftreten kann.
Ursachen: Die Ursachen für einen Schock beim Hund sind unterschiedlich. So können Flüssigkeitsverlust, Hitzschlag, Verbrennungen, allergische Reaktionen, plötzliche Abkühlung, Entzündungen, Vergiftungen oder ein Herzfehler Auslöser sein.
Symptome: Wie erkenne ich die Anzeichen für einen Schock? Neben der erhöhten Herz- und Atemfrequenz sind dies: Blasse oder bläuliche Schleimhäute (Zunge oder Lefzen). Verlangsamte Füllung der Blutgefäße: Wenn Sie mit einem Finger auf das Zahnfleisch oder die Lefzen drücken (weiße Verfärbung), dauert es über zwei Sekunden bis sich die Druckstelle wieder rosa färbt. Zittern oder frieren. Ungewöhnliches Verhalten wie Aggression, Verstörung sowie Orientierungslosigkeit. Der Körper fühlt sich kalt an.
Maßnahmen: Das erste Gebot für den Ersthelfer lautet: Stress für den Hund vermeiden. Bewegen Sie sich ruhig, und reden Sie sanft mit dem Tier. Zunächst gilt es, die Schockursache zu bekämpfen, also Blutungen zu stillen oder weitere Giftaufnahme zu verhindern. Bei Atemnot belassen Sie den Hund in der Haltung, die er wählt. Oder legen Sie den Vierbeiner auf die Seite, am besten hinten mit einer Decke, einem Kissen oder einer Jacke erhöht. Aber Vorsicht: diese so genannte Schocklage dürfen Sie nicht anwenden, wenn Sie Verletzungen in der vorderen Körperhälfte entdecken oder vermuten. Verhindern Sie, dass das Tier weiter Wärme verliert. Neben einer Jacke hilft hier die Rettungsdecke aus dem Kfz-Verbandkasten (silberne Seite nach unten). Allerdings raschelt das Material laut, was für manche Hunde zusätzlich Stress bedeutet. Auf keinen Fall dürfen Sie aktiv Wärme zuführen – Heizkissen sowie Wärmflaschen sind tabu. Wenn Sie alle Möglichkeiten als Ersthelfer ausgeschöpft haben, sollten Sie Ihren Hund schnellstmöglich zum Tierarzt bringen.

 
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