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Tiere haben eine positive Wirkung auf uns Menschen – und das gilt nicht nur in den eigenen vier Wänden zu Hause. Auch am Arbeitsplatz lockert ein Hund merklich die Atmosphäre, hilft beim Stressabbau, stellt Verbindung zwischen Menschen her und sorgt für den nötigen körperlichen Ausgleich an einem langen Büro-Tag. Mitarbeiter, die ihren Vierbeiner mit zur Arbeit nehmen dürfen, sollen sogar seltener unter gesundheitlichen Beschwerden leiden.
Nun gibt es Unternehmen, die stellen schon beim Einstellungsgespräch klar: „Wenn Sie bei uns arbeiten, sollten Sie weder eine Angst oder Abneigung gegenüber Hunden haben, noch unter einer Hunde-Allergie leiden.“ Und andere Firmen tasten sich gerade erst heran an die Möglichkeit, dass ein Hund sein Herrchen oder Frauchen manchmal oder immer ins Geschäft begleiten darf. Hier einige Fressnapf-Tipps für den hundefreundlichen Arbeitsplatz:
Wichtig ist zunächst einmal, dass die Bedürfnisse aller gesehen werden. Die Geschäftsführung, auch wenn sie noch so hundefreundlich ist, muss für einen störungsfreien Betriebsablauf sorgen. Mitarbeiter, die einen Hund haben, wollen ihn ständig um sich haben und für ihn da sein. Mitarbeiter ohne Hund lehnen Tiere möglicherweise ganz ab, leiden unter Allergien oder Ängsten. Ein Vierbeiner selbst braucht die Anbindung an sein Rudel, verlässliche Abläufe und Auslauf. Wie auch immer die Regeln für Hunde bei der Arbeit aussehen: Diese Bedürfnisse sollten Sie berücksichtigen!
Daraus ergibt sich: Ein Tier ist nur dann als Firmenhund geeignet, wenn es gut sozialisiert ist – es ist also sicher im Umgang mit Menschen und anderen Hunden. Hundehalter müssen bereit sein, die persönlichen Grenzen ihrer Kolleginnen und Kollegen zu respektieren. Umgekehrt müssen sich die hundelosen Mitarbeiter mit den Eigenheiten eines Kollegen-Hundes vertraut machen, bevor sie ihn berühren, mit ihm spielen oder ihm Leckerlis zuschieben. Und: Sie müssen sagen dürfen, wenn ihnen ein Hund oder sein Verhalten nicht passt – auch nach längerer Zeit noch. Hilfreich ist also ein offenes und respektvolles Miteinander.
Beweglichkeit ist das A und O: Frau Müller sollte akzeptieren, wenn ihr Hund, der schon seit sechs Monaten mit ins Büro kommt, aus gewichtigen Gründen nicht mehr mitdarf. Herr Maier dagegen hat nicht automatisch Anspruch darauf, seinen kläffenden Dackel mitzubringen, nur weil Herr Schmidt seinen Labrador zweimal in der Woche dabeihat. Aber wenn sich in einer Testphase mit Bello herausstellt, dass es ihm schwerfällt stillzusitzen oder im Zimmer zu bleiben, muss das nicht das „Aus“ bedeuten. Dann kann ein Hundetraining das Tier fit für den Büro-Aufenthalt machen. Grundsätzlich gilt: Wer mit Hund zur Arbeit will, braucht die Erlaubnis seiner Geschäftsführung. Alles andere liegt in deren Ermessen und erfordert vielleicht auch etwas Zeit und Erfahrung.