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Geschrumpfte Buntbarsche – Friedliche Hausbesetzer

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Was tun, wenn große Fische die beliebtesten Brutreviere für sich beanspruchen? Einige Buntbarsche im Tanganjika-See wurden einfach immer kleiner und zogen sich schließlich in frei gewordene Schneckenhäuser zurück. Einige Arten haben eine so enge Beziehung zu Schneckenhäusern aufgebaut, dass sie ihr ganzes Leben lang darauf angewiesen sind, andere dagegen benutzen sie nur zur Fortpflanzung. Es werden ausschließlich leere Häuschen benutzt – die Fische sind also nicht in der Lage, in Zeiten einer Wohnungsknappheit eine Schnecke aus ihrem Heim zu vertreiben. Vergleichen kann man die Wohnraumgröße mit Weinbergschneckenhäusern, die im Aquarium als Bruthöhle angenommen werden.
Die Haltung muss an die Gegebenheiten in der Natur angepasst werden: Ihr ursprünglicher Lebensraum ist der Tanganjika-See in Afrika, der aufgrund seiner enormen Größe sehr stabile Wasserwerte hat. Als Besonderheit finden sich durch Einschwemmungen aus dem Uferbereich eine Gesamthärte von 11° und eine Karbonathärte von 15° im Tanganjika-See, woraus ein hoher ph-Wert zwischen 8,5 und 9 resultiert. Stabile Wasserwerte sind also der Grundstein guter Haltungsbedingungen.
Durch ihr geringes Wachstum gibt es bei der Beckengröße kaum Probleme. Eine Grundfläche von 40 x 40 cm ist für einige paarbildende Arten bereits ausreichend, für das Wohlbefinden der Barsche sollte natürlich ein möglichst großes Becken verwendet werden. Ausnahmen sind vor allem die harembildenden Schneckenbuntbarsche, die deutlich mehr Platz benötigen. Ansonsten könnte die Folge sein, dass die Weibchen sich gegenseitig bekämpfen und verletzen. Um dies zu vermeiden, muss auch die Anzahl der Schneckenhäuser die Zahl der Tiere deutlich übersteigen. Geeignet sind Weinbergschneckenhäuser aus dem Feinkostgeschäft oder der freien Natur. Wenn Sie Glück haben, werden die Häuschen nicht nur bewohnt, sondern auch zur Aufzucht benutzt. In diesem Fall werden Sie spannende Stunden vor dem Aquarium verleben. 

 
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