Fressnapf München und Ingolstadt

Sensibler Macho

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Der etwa 15 Zentimeter lange, schwarz-braun-rote Degu sieht aus wie eine Mischung aus Chinchilla, Ratte und Eichhörnchen – und hat ständig zu tun. Er muss klettern, knabbern, vor Freude hüpfen, rennen, im Laufrad rasen, Gänge graben, Türme aus Ästen bauen und Vorräte einbunkern. Und dass er nie allein gehalten werden darf, kann man auch am Umgang mit seinen Kollegen sehen und hören. Da wird geschubst und gequiekt, aber auch vor Freude getrillert, wenn der Käfignachbar bei der gegenseitigen Fellpflege Kopf und Kragen zärtlich beknabbert. Wenn sie dann abends einschlafen, tun sie das eng aneinander gekuschelt.
Da Degus anfällig für Diabetes sind und deshalb häufig an Linsentrübungen ihrer Augen leiden, sollte man besonders auf die richtige Ernährung achten. Eine falsche Ernährung könnte die Zuckerkrankheit begünstigen. Von Natur aus sind sie karge Kost wie Gräser, Samen, Laub und Wurzeln gewohnt und brauchen daher – wegen des Fruchtzuckers – kein Obst. Lieber immer frisches Heu anbieten – auch um die Zähne kurz zu halten. Empfohlen wird Meerschweinchenfutter mit getrockneten Gemüseflocken, und zweimal pro Woche Salat (Eisberg), Gurke, Karotten (mit Grün) oder Löwenzahn.
Die temperamentvollen Südamerikaner brauchen viel Lebensraum. Da sie in ihrer Heimat täglich bis zu mehr als drei Kilometer auf Futtersuche unterwegs sind, benötigen Degus einen Käfig mit mindestens einem Quadratmeter Grundfläche und am besten 1,5 Meter Höhe. Optimal ist eine unten abgedichtete Voliere (am besten für 10 Zentimeter hohe Einstreu) in die man mehrere Etagen einbauen kann. Dazwischen Zweige zum Knabbern und Klettern, dicke Seile, Wurzeln, große Steine zum Krallen abwetzen, ein Ziegelstein zum Schrubben, ein Laufrad, viel frisches Heu, Stroh und Pappreste zum Polstern, ein Tonblumentopf als Schlafhaus. Zur Fellpflege sollte man alle zwei Tage eine „Badewanne“ mit Chinchillasand anbieten. Und wer den Käfig wöchentlich umdekoriert, sorgt für Abwechslung. Das brauchen die wachen Nager: Denn wenn sich Degus wohl fühlen, können sie über fünf Jahre alt werden.

 
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